Ein geschmiedetes Vermächtnis-1a

857 Words

Der Mond hing tief über dem Horizont, ein silberner Geist, der still vom Himmel herabschaute. Ich stand an der Grenze, meine nackten Füße drückten sich ins feuchte Gras, die Arme um mich geschlungen – nicht vor Kälte, sondern wegen der Last von allem hinter mir. „Immer noch nicht geschlafen?“, ertönte Chases leise Stimme hinter mir. Ich schüttelte den Kopf und lächelte leicht. „Das wollte ich mir nicht entgehen lassen.“ Er trat neben mich, still und warm. Seine Finger fanden meine und hielten sie sanft. „Sie werden sich an den heutigen Tag erinnern, Storm. So wie wir uns an den Tag erinnern, als alles zerbrach.“ Ich antwortete nicht sofort. Mein Blick blieb auf dem Trainingsfeld hinter den Bäumen, wo junge Wölfe – unsere Zukunft – in Formation marschierten. Lachen, kein Knurren. Kooper

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