Die Mondfinsternis-1d

568 Words

Als ich die Augen öffnete, war es still in der Ruine. Der Spalt war verschlossen. Der Himmel klar. Natalie brach zusammen. Die Schatten waren verschwunden. Ich rappelte mich auf. Chase half mir auf. Der Talisman lag entzweigebrochen da, nun machtlos. Hinter uns stand das Rudel still und beobachtete. In diesem Moment verstand ich: Die Prophezeiung war keine Kette. Sie war eine *Wahl*. Eine Prüfung nicht der Macht, sondern des Herzens. Die Sonnenfinsternis war gescheitert – nicht, weil die Dunkelheit verloren hatte, sondern weil ein *wahres Herz* ihr entgegentrat. Ich wandte mich dem Mond zu, voll und hell. Die Nacht hielt den Atem an. Wir hatten das Tor versiegelt. Doch die Geschichte war noch lange nicht zu Ende. Der Wind drehte. Sanft, eisig. Es flüsterte durch die Risse der ura

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