22 Sara Ich versuche, Haltung zu bewahren – oder zumindest den Anschein –, als Peter mich in das Bad schleift, und seine langen Finger dabei fest um meinem Handgelenk liegen. So habe ich mir diese Nacht definitiv nicht vorgestellt, als ich die Treppen nach oben gegangen bin. Trotz der unterschwelligen Dunkelheit in seinen Augen scheint mein Peiniger in einer unbeschwerten, fast spielerischen Stimmung zu sein – ein starker Gegensatz zu der furchtbaren Wut, die ich vorhin auf seinem Gesicht gesehen habe. Es ist, als hätte mein erzwungener kleiner Striptease die Dämonen beruhigt, die die entsetzlichen Bilder entfesselt hatten. Übelkeit breitet sich erneut in mir aus, als ich an die Bilder denke, den Tod und die Zerstörung, die so grausam detailliert gezeigt wurden. Ich habe sie nur einige

