Elena beobachtete sie von der Fensterbank aus. Sie trug ein schweres Wollkleid in tiefem Mitternachtsblau, darüber einen Umhang aus dunklem Wolfspelz. Das vereinte Mal pulsierte ruhig unter dem Stoff, doch in letzter Zeit fühlte es sich anders an. Nicht schwächer. Sondern wachsam. Als lauschte es auf etwas, das noch nicht da war. Zack fand sie dort. Er kam leise, wie immer, wenn er spürte, dass sie nachdachte. Seine Stiefel hinterließen feuchte Spuren auf dem Steinboden. Er stellte sich hinter sie, legte die Arme um ihre Taille und zog sie sanft an sich. Sein Kinn ruhte auf ihrer Schulter. „Du spürst es auch“, sagte er leise. „Seit Tagen“, antwortete sie. „Es ist kein Ziehen. Kein Schmerz. Nur... ein Flüstern. Tief. Uralt.“ Er nickte langsam. „Der Tiefenschatten hat seit Wochen nicht

