Der Kreis des Blutes war kein Duell mehr, sondern ein Gemetzel der Seelen. Kaelen stürzte sich erneut auf mich, ein verzweifelter, ungeschickter Schlag, geboren aus Erschöpfung und Qual. Ich wich ihm mit einer fließenden Anmut aus, die sich wie ein Tanz anfühlte, mein weißes Fell schimmerte im Schein des Mondes. Ich bewegte mich nicht nur schneller als er, ich bewegte mich, als wäre ich Teil des Mondlichts selbst. Ich fing ihn in der Luft auf und rammte mein Gewicht in seine Rippen. Wir rollten über den Boden, ein Wirbelwind aus schwarzem und weißem Fell, knurrend und schnappend. Aber jedes Mal, wenn Kaelens Zähne meinem Fleisch nahe kamen, zögerte er. Die Bindung war eine Fessel an seinem Herzen, die ihn daran hinderte, seiner Schicksalsgefährtin einen echten Schlag zu versetzen. Ich h

