Kapitel fünfzig

665 Words

Fünfzig Kapitel. Während ich dies schreibe, weiß ich, dass ich eine Geschichte erzähle. Ich kann ihre Form spüren: den Anfang, der mit einem Blick durch den Raum begann; die Mitte, die sich über ein Jahr voller Mittwochskaffees erstreckte; langsames Entwirren; vorsichtige Schritte; und eine Gegenwart, die sich so anfühlt: ein ruhiger Donnerstagnachmittag im März, Kael am anderen Ende des Sofas, meine Füße in seinem Schoß; das zweite Buch fast fertig, das dritte Konzept bereits akzeptiert. Ich möchte innehalten, mitten im Schreibfluss, und ehrlich sein. Ich hatte lange Angst vor dieser Geschichte. Nicht vor Kael, sondern vor dem Erzählen. Angst, dass das Aussprechen der Worte die unschönen Seiten offenbaren würde: das Verlangen nach Dingen, die ich nicht begehren sollte; das Umgehen der Gef

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