Es gab Dinge in Kaels Vergangenheit, die er mir nicht sofort erzählte. Das war keine Verschlossenheit, zumindest nicht nur das. Kael ging einfach alles in seinem Leben überlegt an, in der richtigen Reihenfolge und zum richtigen Zeitpunkt. Er war keiner, der sein Leben einfach so hinwarf und sagte: „So bin ich, nimm es oder lass es.“ Kael öffnete Türen eine nach der anderen und wartete ab, ob man eintreten wollte. Ich wollte eintreten. Es war eines Abends im April, nach dem Abendessen, bei geöffneten Fenstern, weil es eine milde Nacht war, als Kael zu erzählen begann. Nicht dramatisch. Kael war nie dramatisch. Er sprach, wie man spricht, wenn man etwas lange mit sich herumgetragen, es betrachtet und erkannt hat, dass es wenig Sinn macht, es mit sich herumzutragen. Er hatte schon einmal jem

