Kapitel Einunddreißig

345 Words

Das Buch erschien im März. Es gab eine kleine Buchvorstellung, nichts Großes, nichts Glamouröses: eine Buchhandlung in Schwabing, fünfzig geladene Gäste, Sekt und Orangensaft auf einem Klapptisch und meine Bilder an den Wänden für einen Abend. Zehn Minuten vor Beginn der Feier stand ich im kleinen Badezimmer hinter dem Lager und betrachtete mein Spiegelbild. Es war geschehen. Das Buch war real. In meinen Händen, echt, mit einem Cover, das so aussah, wie ich es mir gewünscht hatte, und Seiten, die nach frischem Papier rochen. Die vier Absagen, das Skizzenbuch auf Kaels Küchentisch, seine leise Stimme: „Schick es nochmal.“ Ich atmete tief durch. Kael war der Erste, den ich sah, als ich herauskam. Er stand mit Lila und Jonas am Klapptisch, ein Glas Sekt in der Hand, und sah mich mit diesem B

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