FLÜSTERN, FOTOS & BRÜDER

1448 Words

(Annas Perspektive) Der nächste Morgen fühlte sich kälter an als jeder Winter. Nicht die Luft— Ich. Meine Brust war eng, mein Magen verknotet, und meine Gedanken schwer in einer Weise, die ich nicht entwirren konnte. Ich hatte kaum geschlafen, mich die ganze Nacht hin und her gewälzt, immer wieder den gestrigen Abend durchgehend. Dantes kalter Ton, sein Rücken, der sich von mir abwandte, die Räder seines Stuhls, die sich entfernten und mich mit einem Schmerz zurückließen, den ich nicht einmal erklären konnte. Als ich aufwachte, spürte ich nichts außer Leere. Selbst Elena sah überrascht aus, als ich die Treppe hinunterkam—bereits für die Schule angezogen, Haare ordentlich zusammengebunden, Bücher fest gegen meine Brust gedrückt. Normalerweise sagte ich „Guten Morgen“, oder neckte Rico

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