Das Auto fuhr weiter. Die Lichter der italienischen Stadt glitten wie Streifen aus geschmolzenem Gold an den getönten Fenstern vorbei, verschwommen durch Geschwindigkeit und Entfernung, doch meine Gedanken waren nicht bei der Straße vor uns. Sie waren hängen geblieben — festgehakt — an dem, was wir gerade passiert hatten. Ein Mädchen. Nein. Nicht nur ein Mädchen. Eine junge Frau, die allein in einer schmalen Gasse stand, als gehöre sie dorthin, als würde sich die Dunkelheit selbst um ihre Gestalt biegen. Ich hatte gesehen, wie sie sich bewegte — sauber, präzise, tödlich. Fünf Männer in Minuten außer Gefecht gesetzt. Nicht hektisch. Nicht verzweifelt. Kontrolliert. Trainiert. Das war nicht normal. Italien hatte seinen Anteil an Kämpfern, sicher. Mafia-Töchter, Untergrund-Vollstreckeri

