An jenem Morgen wachte ich auf und fühlte mich… anders. Kälter. Härter. Stärker – aber nicht auf eine gute Art. Eher wie ein Glas, das so lange gefroren war, dass es sich nicht mehr daran erinnerte, welche Wärme es einmal gehalten hatte. Das Leben in der Santis-Villa hatte mich langsam verändert, Stück für Stück. Aber jetzt? Jetzt fühlte es sich an, als hätte jede warme Regung in mir sich entweder anpassen oder sterben müssen. Ich war nicht mehr das fragile Mädchen, das sie verkauft hatten. Ich war nicht mehr dieses zitternde Etwas, das in einem Badezimmer weinte oder nachts die Knie an die Brust zog. Nein. Ich lernte. Ich überlebte. Ich… verhärtete mich. Und vielleicht war das der einzige Weg, in einem Haus zu leben, in dem Schatten dich beobachten, Geheimnisse neben dir atme

