KAPITEL FÜNFZEHN Dienstag Frühe Morgenstunden Keri betrat ein fensterloses Zimmer in einem der beiden Türme. Sie sah sich den Mann, denn man mitten in der Nacht aus seinem Bett geholt und hierher gebracht hatte, genau an. Da er auf einem Stuhl saß, konnte sie seine Körpergröße nicht genau einschätzen. Er war um die fünfzig Jahre alt und strahlte selbst in der zerschlissenen Gefängniskleidung eine unheimliche Kraft aus. Keri war froh, dass er an den Metallstuhl gefesselt war. Jeder sichtbare Zentimeter Haut seiner rechten Körperhälfte war tätowiert, von den Fingerspitzen, über den Hals bis hin zum Ohrläppchen. Seine linke Körperhälfte hatte kein einziges Tattoo. Sein dichtes, schwarzes Haar war sorgfältig in der Mitte gescheitelt. Seine dunklen Augen funkelten neugierig. Er wartete sti

