-2-

2306 Words
P.o.V.: Harry Am Mittwoch ging ich nach der Arbeit sofort zu Niall. Den ganzen Tag hatte ich mir schon Gedanken darüber gemacht, was ich Louis zu unserem 5-jährigen schenken sollte. Wieso musste er dieses Jahr denn was besonderes daraus machen? Sonst hatten wir immer gesagt, dass wir nicht viel Geld ausgeben sollten, weil es jetzt zufällig der Tag war, an dem wir zusammen gekommen sind. Natürlich bekam Louis immer etwas zum Geburtstag geschenkt. Das war ja leider auch unser Jahrestag. Doch für seinen Geburtstag hatte ich dieses Jahr schon was. Louis wünschte sich schon seit längerem einen neuen Bademantel. Jap, Louis ist genau so einer, der an seinen freien Tagen gerne mal ein langes Bad in der Früh nach dem Aufstehen nahm und dann im Bademantel durch die Wohnung spazierte. Und genau dafür hatte ich das letzte mal als ich beim Einkaufen in der Stadt war einen wirklich kuschligen gefunden. Ich war mir sicher, dass er ihn lieben wird, vor allem nach dem sein aktueller durch das viele Waschen schon seinen gemütlichen kuschlig weichen Stoff verloren hatte. Das beste an Bademänteln war aber, dass er meistens darunter sogar noch nackt war oder er trug nur eine Boxershorts, aber das war eher seltener der Fall. Ich wusste, dass es nichts großes war, aber auch das war abgesprochen zwischen uns. Wir wollten aus den vielen besonderen Tagen wie Weihnachten, Geburtstag und Jahrestag oder wenn es nur Valentinstag ist kein Drama machen. Aber dieses Jahr konnte ich ja nicht einfach gar nichts bringen. Vor allem nicht nachdem Louis sogar angekündigt hatte, dass er dieses Jahr sogar etwas geplant hatte, wofür ich für ein paar Stunden das Haus verlassen musste. Leise begann Amy zu kichern, nachdem ich den beiden davon erzählt hatte, weshalb ich da bin. "Was ist?", fragte ich sie. Schnell schüttelte sie den Kopf und stand schnell vom Sofa auf. "Gar nichts. Wirklich. Alles perfekt" Sie lachte und verschwand schnell in der Küche. "Ich mache Tee!", rief sie und ließ somit Niall fürs erste alleine neben mir sitzen. "Sie weiß etwas, hab ich recht?" Ich sah ihn streng an und lehnte mich zurück. "Wie meinst du?", fragte er zurück. "Sie und Louis. Die beiden haben doch wieder irgendwas zusammen geplant", vermutete ich. Niall wank ab und lachte leise. "Ach quatsch" Doch ich erinnerte mich nur an meinen Geburtstag dieses Jahr zurück, als Amy und Louis zusammen eine Überraschungsparty für mich geplant hatten. Sie ist nicht wirklich gut in Geheimnissen für sich behalten, weshalb ich von Anfang an wusste, dass die beiden irgendwas im Schilde führten, aber ich kam nie genau dahinter, was es sein konnte. "Niall ich brauch jetzt aber wirklich dringend deine Hilfe. Ich brauch ein Geschenk für Louis. Er muss irgendwas großes geplant haben. So wie ich ihn kenne ist das auch schon wieder weit überm Budget und viel zu aufwendig. Wieso kann er sich denn nicht einfach an unsere Abmachung halten und einfach nur den kompletten Tag mit mir verbringen und vielleicht abends einen Film mit mir angucken?" Ich jammerte etwas verzweifelt und fuhr mir durch meine Haare. "Hmm.." Niall überlegte kurz und grinste dann dreckig. "Nein. Vergiss es. Ich werde ihm keine Sexspielzeuge kaufen", fuhr ich sofort dazwischen. Ich wusste ganz genau, dass ihm das schon wieder durch den Kopf ging. Er ist manchmal noch genauso pervers wie ein 15-jähriger. "Wieso denn nicht? Ich bin mir sicher Louis würde sich darüber freuen" Niall lachte. "Wir benutzen sowas nicht im Bett.", erinnerte ich ihn daran und war froh, als Amy wieder aus der Küche kam. Sie stellte das Tablett mit den drei Tassen auf dem kleinen Tisch ab und setzte sich auf die andere Seite neben mich. "Wie wäre es wenn du ihm einfach etwas kleines schenkst aber mit viel liebe gemacht?", schlug sie vor. "Ich bin nicht so kreativ wie du..", murmelte ich. "Harry. Red keinen Unsinn. Du bist Erzieher. Du machst fast jeden Tag was kreatives mit deinen Kids" Leicht stieß sie mir gegen den Arm. Ich seufzte und nahm mir meine Tasse Tee. Wo sie recht hatte, hatte sie leider recht. "Aber das was ich mit den Kids im Kindergarten mache ist nichts großes. Außerdem suche ich da meine Inspiration aus dem Internet. Mir fallen nur die wenigsten Sachen selbst ein. Und wenn mir da was eigenes einfällt, dann ist es am Ende doch schonmal gemacht worden" Ich seufzte und trank einen kleinen Schluck aus der noch dampfenden Tasse.  "Ich hab an sowas wie ein Fotoalbum gedacht", meinte Amy und lächelte. "Oder einen Kalender mit Fotos", warf Niall an. "Hmm.. Sowas kann ich ihm eher zu Weihnachten schenken", lehnte ich ab.  "Wie wäre es, wenn du ihm einen Wochenendtrip mit dir zusammen schenkst?", fragte Amy nach einer Zeit des Schweigens. Ich überlegte kurz. "Das hört sich gar nicht mal verkehrt an" Ich lächelte und nickte dann hastig. "Ja. Ja das hört sich wirklich gut an!" Ich umarmte sie schnell. "Du bist die beste! Darauf hätte ich aber wirklich selbst kommen können ich Dummkopf" Ich lachte und schlug mir leicht gegen die Stirn. "Sag sowas nicht. Dafür sind wir ja da"  Niall stand schnell auf und holte seinen Laptop zu uns aufs Sofa. "Du hast nicht mehr viel Zeit bis Freitag. Wir sollten zusammen was suchen", schlug er vor und fuhr ihn auch sogleich hoch. "Ehrlichgesagt bin ich mir da doch etwas unsicher wenn ich jetzt gleich etwas buche.. Ich weiß ja nicht, wann Louis Zeit hat und wann er sich Zeit nehmen kann", murmelte ich. "Also ich bitte dich. Louis wird sich ja wohl für ein Wochenende mal problemlos frei nehmen können. Außerdem kannst du ja auch buchen für in ein paar Monaten. Muss ja nichts kurzfristiges sein. Ihr könntet im Winter weg", schlug Niall vor.  "Frankreich. Also nach Paris. Ihr macht ein Wochenende in Paris Urlaub", fiel Amy ein. "Oder nach Schottland. Schottland im Winter ist bestimmt richtig schön. Also ich war da zwar noch nie, aber ich stell mir das wirklich schön vor", meinte Niall. Uns vielen noch viel mehr Reiseziele für ein Wochenende ein, doch am Ende entschloss ich mich wirklich für das was Amy ganz am Anfang vorgeschlagen hatte. Wir buchten also am selben Nachmittag noch ein Hotel in Paris für ein Wochenende im Dezember und druckten auch gleich die Buchungsbestätigung aus um das in einen schönen Umschlag zu legen. Darauf schrieb ich dann noch Louis Namen in fein säuberlicher Schrift und steckte das dann direkt in meinen Rucksack damit ich es nicht vergessen würde. Den restlichen Tag verbrachte ich noch weiter bei Amy und Niall zuhause, wobei ich mir immer sicherer war, dass sie und sogar Niall mit in Louis Plan eingeweiht waren. Sie verhielten sich beide verdammt merkwürdig aber wenn ich sie darauf ansprach schwiegen sie wie ein Grab und gaben wirklich keine einzige Information an mich weiter. Zwar nervte mich das etwas, da ich Überraschungen hasste. Vor allem wenn die Überraschung schon in zwei Tagen sein wird. Ich konnte es einfach nicht mehr abwarten und ich wollte unbedingt wissen, was Louis vor hatte. Da ich so verdammt aufgeregt war und zusätzlich noch hoffte, dass Louis mein Geschenk gefallen würde, verging der Donnerstag wirklich langsam. Doch wenigstens war der Freitag erstmal bis Abends auf Louis Geburtstag fixiert. Seine Familie kam für ein paar Stunden vorbei, auch wenn es dabei in unserer Wohnung etwas klein wurde. Doch ich war erstmal erleichtert, als Louis mein Geschenk aufmachte und total vernarrt in den neuen Bademantel war. Somit war das erste für dieses Tag erledigt.  Doch bis die Stunden bis 19:30 Uhr vergingen dauerte es ein gefühltes Jahrhundert. Nachdem dann auch noch unsere Freunde da waren und wir Louis' Geburtstag ein wenig mit Tee und Kuchen gefeiert hatten, ging ich gegen 17 Uhr leider Gottes mit Amy und Niall mit nach Hause. Ich war wirklich nicht davon begeistert. Vor allem nicht nachdem Amy und Niall schon darüber schwärmten, dass ich es lieben werde, was Louis für mich geplant hatte. Ich hasste es. Sie machten mich beide damit mehr als nur verrückt, verloren aber dennoch kein einziges Wort darüber, was Louis denn jetzt vor hatte. Zwar hätte sich Amy einmal fast verplappert, aber Niall konnte sie leider davor noch zum Schweigen bringen.  Die beiden entließen mich dann auch erst kurz vor halb acht, damit ich auch ja nicht zu früh da sein werde. Dennoch ging ich mit schnellen Schritten zurück zu unserer Wohnung und überlegte gar nicht als ich vor der Türe stand, ob ich klingen sollte. Ich hatte meinen eigenen Schlüssel und wenn Louis sagte ich sollte um halb 8 wieder zurück sein, dann werde ich auch genau dann wieder da sein. Dennoch atmete ich zuvor nochmal kurz tief ein und aus und fühlte den Umschlag mit meinen Geschenk darin in meiner Hosentasche.  Ich schloss also die Türe auf und betrat unsere Wohnung. Zu meiner Verwunderung sah es total normal hier aus. Nur die Tür zur Küche war zu, was mich zuerst verwunderte, mich dann aber nicht weiter drum kümmerte. Ich zog meine Schuhe und meine Jacke aus und räusperte mich. "Louis?", rief ich.  "Scheiße!", hörte ich ihn nur aus dem Bad rufen.  Ich lachte leise und schüttelte den Kopf.  Keine 5 Sekunden später kam er aus der Badtür gestolpert. "Schon halb acht?!", fragte er entsetzt. Ich lachte und nickte. "Jap. Schon nach halb acht sogar", korrigierte ich ihn. "Ich dachte ich hätte noch etwas Zeit", murmelte er. "Für?", fragte ich, als er auf mich zu kam. "War noch aufm Klo" Er lachte und legte dann seine Hände an meine Hüfte. Ich musste auch lachen und schüttelte meinen Kopf. "Idiot", flüsterte ich. "Ich liebe dich auch" Leicht zog er mich zu sich runter und drückte mir sanft seine Lippen auf meine. Ich lächelte leicht und küsste ihn genauso liebevoll zurück. In solchen Momenten konnte ich wieder meinen es wäre unser erster Kuss. Nie hatte sich etwas an dem Gefühl geändert, das ich zu spüren bekam, wenn Louis mich küsste. Jedes mal war es das selbe Kribbeln auf meinen Lippen und in meinem Bauch. Und immer wieder auf Neue wollte ich nie der sein, der sich als erstes lösen musste.  "Ich hoffe du freust dich", flüsterte Louis gegen meine Lippen, als er sich sanft löste. "Egal was du geplant hast.. Ich werde es lieben", versprach ich ihm. "Aber-" Ich hielt ihn an der Hand fest und zog ihn leicht zurück, da er sich etwas entfernt hatte. "Ja?", fragte er. "Ich möchte dir als erstes mein Geschenk geben. Ich will danach nicht dann aussehen wie ein Loser, weil so wie Amy und Niall es beschrieben haben ist es irgendwas richtig tolles", murmelte ich. Ich nahm langsam den Umschlag aus meiner Hose und reichte ihn Louis. "Aber Haz. Denk doch nicht, dass das von dir weniger Wert ist. Ich liebe alles was von dir kommt. Selbst wenn es nur eine Packung Pralinen gewesen wäre. Du weißt wie sehr ich Schokolade liebe. Also selbst das hätte gereicht um mich glücklich zu machen", versicherte er mir. Ich lachte verlegen und nickte leicht. "Ich hoffe dir gefällt das auch. Ist leider keine Schokolade" Ich lachte leise, was Louis sofort erwiderte. "Wäre eine ziemlich dünne Schoki gewesen", witzelte er, öffnete dann aber den Umschlag.  Etwas unsicher beobachtete ich ihn dabei, wie er das Papier aus dem Kuvert herausholte und es dann langsam aufklappte. Er las sich die ersten paar Zeilen durch und je mehr er davon verstand, was auf dem Papier drauf stand, desto breiter wurde sein Lächeln und desto größer seine Augen. Bevor er etwas sagte fiel er mir um den Hals und drückte mir unzählige Küsse auf die Wange. "Ich liebe dich, Harry. Ich liebe dich so sehr. Du bist der beste", freute er sich. "Ich hoffe du kannst dir für das Wochenende frei nehmen", murmelte ich. Louis nickte sofort. "Aber natürlich. Was denkst du denn?" Er lachte leise und küsste mich dann richtig. Sofort erwiderte ich den Kuss und war in dem Moment einfach nur froh, dass es Louis wirklich gefiel. "Oh man ich freu mich so! Paris! Ich war noch nie in Paris!", schwärmte er und hüpfte leicht auf und ab. "Echt nicht?" Sofort schüttelte er den Kopf. "Du etwa schon?", fragte er. "In der 9. Klasse. Klassenfahrt. Wobei wir da nur für einen Tag in Paris waren. Die restlichen waren wir wo anders. Aber frag mich bitte nicht wo. Ich hab absolut keine Plan mehr" Ich lachte verlegen. Louis wank ab. "Ist ja auch egal. Aber jetzt will ich dir das geben, was ich für dich habe" Er lächelte breit und zog mich dann in die Küche. Sofort als er die Türe öffnete stieg mir der Geruch von Hühnchen in die Nase. "Du hast-", begann ich. "Jap. Ganz genau. Das Essen, was ich dir zum aller ersten Mal gekocht habe als du hier warst", behauptete er stolz.  Eigentlich war das Essen kein besonderes. Louis kochte es öfter mal. Auch an nicht besonderen Tagen. Aber ich war mir sicher, dass er noch mehr geplant hatte. Man musste nur die Deko betrachten und man war sich sofort sicher, dass das hier mehr wurde als nur ein simples Essen. Auf dem Tisch standen zwei Kerzen, welche beide schon brannten. Die Rollos waren herunter gemacht und das Licht war ebenfalls etwas gedimmt worden. Auf dem Tisch befand sich sogar eine weiße Tischdecke und vereinzelt hatte er ein paar rote Rosenblätter darauf verstreut. Er hatte also mal den Romantiker spielen lassen. Zudem war das Besteck so gedeckt, als wäre alles abgemessen worden und zwei Gläser Rotwein waren auch eingeschenkt worden. Louis zog mir leise kichernd den Stuhl vom Tisch vor und deutete mit seiner Hand darauf, dass ich mich setzen konnte. "Bitte sehr, mein Herr", meinte er mit verstellter Stimme. Leise lachte ich. "Oh Louis" Ich schüttelte schmunzelnd den Kopf und setzte mich.  Sofort setzte er sich mir gegenüber hin und tat mir und dann sich selbst etwas von dem wirklich lecker aussehenden Essen auf den Teller. 
Free reading for new users
Scan code to download app
Facebookexpand_more
  • author-avatar
    Writer
  • chap_listContents
  • likeADD