Lea Papas Arbeitszimmer hatte sich seit meiner Kindheit nicht verändert. Dieselbe dunkle Holzvertäfelung, importiert aus irgendeinem Wald in Österreich. Derselbe imposante Mahagonischreibtisch, der meinem Großvater gehört hatte. Dasselbe Porträt desselben Großvaters, das finster über dem Kamin herabblickte, seine gemalten Augen verfolgten einen durch den Raum wie ein missbilligender Geist. Schwere Samtvorhänge verdunkelten die Fenster und ließen kaum Licht herein, sodass der Raum stets düster und bedrückend wirkte. Der Raum war darauf ausgelegt, einzuschüchtern. Drei Generationen von Hoffmann-Geschäftsleuten hatten ihn so gestaltet, um Geschäfte auszuhandeln, Mitarbeiter zu disziplinieren und ihre Macht zu demonstrieren. Fast mein ganzes Leben lang bedeutete es Ärger, in dieses Zimmer g

