Die Stille im Wagen war eine gespannte Leere. Elara hörte noch immer das geisterhafte Klicken von Kaelans Stift, das Geräusch einer Guillotine. Sie sah die Lichter der Stadt vorbeiziehen, jedes Einzelne ein Zeuge des Imperiums, das er mit einem einzigen Urteil gestürzt hatte. Sie sollte sich schuldig fühlen. Sie sollte Angst vor der ungezügelten Macht haben, die so beiläufig ausgeübt wurde. Doch alles, was sie spürte, war ein rohes, vibrierendes Summen in ihrem Blut – der Nachhall dessen, so endgültig für sich beansprucht worden zu sein. „Er war ein Raubtier“, sagte Kaelan, seine Stimme durchbrach ihre Gedanken. Er suchte keine Vergebung; er stellte eine Tatsache fest. „Er sah Verletzlichkeit und hielt sie für eine Chance. Er hätte deinen Schmerz ausgenutzt, bis nichts mehr von dir übrig

