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Valentin Als ich auf den Kiesweg einbog, hatte ich bereits zwei Entscheidungen getroffen: Katharina würde bei mir leben. Und ich hatte nicht die geringste Ahnung, wie man verheiratet war. Die Rückfahrt zog sich endlos. Das Radio blieb stumm. Ich sagte kein Wort; im Restaurant war alles gesagt worden, was gesagt werden musste. Nach zehn Minuten schlief sie auf dem Beifahrersitz ein, die Hände leicht gekrümmt, als hielte sie etwas Unsichtbares fest. Die Straßenlaternen legten warmes Mahagoni in ihr Haar, und für einen Augenblick wirkte sie weicher – wie jemand, den man noch retten konnte. Die Erleichterung, die hätte kommen sollen, blieb aus. Stattdessen setzte sich die Lüge schwer in meiner Brust fest. „Egal, ob gespielt oder nicht“, murmelte ich, ohne eine Antwort zu erwarten. „Ich mus

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