Frau von Wulckow sagte niedergeschlagen: »Ich dachte nicht, daß sie auf der Bühne so wirken würden. Glauben Sie nun, daß es ein Mißerfolg wird?« »Frau Gräfin!« Diederich legte die Hand auf das Herz. »Ein Stück wie die ›Heimliche Gräfin‹ ist nicht so leicht umzubringen!« »Nicht wahr? Es kommt beim Theater doch wohl auf die künstlerische Bedeutung an.« »Gewiß. Freilich, so ein Paar Ohren haben auch viel Einfluß« – und Diederich machte ein bedenkliches Gesicht. Frau von Wulckow rief flehend aus: »Wo doch der zweite Akt noch viel besser ist! Er spielt in einer protzigen Fabrikantenfamilie, und die heimliche Gräfin dient dort als Stubenmädchen. Dann ist da ein Klavierlehrer, kein feiner Mensch, eine der Töchter hat er sogar geküßt, und nun macht er der Gräfin einen Heiratsantrag, den sie na

