Kapitel 45

931 Words

Verraten durch Blut Der schwarze Wagen rollte durch das Tor wie ein Schatten, der ins Haus glitt. Adrian erstarrte oben an der Treppe, sein Griff um Lilys Handgelenk wurde so fest, dass ihre Finger blass wurden. „Er sollte noch nicht kommen“, flüsterte Adrian mehr zu sich selbst als zu irgendjemandem. Elara, unsichtbar und ungehört, beobachtete vom Spiegel im Flur aus. Ihr Spiegelbild war nicht da—sie war nirgends, nicht wirklich—doch sie konnte die Angst in Adrians Augen sehen. Echte Angst. Nicht die, die er gezeigt hatte, als die Menge schrie oder als die Polizei kam. Das hier war tiefer. Kälter. Die Autotür öffnete sich. Ein alter Mann stieg aus, gestützt auf einen polierten Gehstock. Sein Anzug war dunkel und makellos. Sein Haar silbern, sein Blick scharf. Er bewegte sich langsam,

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