Lilys Flüstern Lilys Zimmer war klein und dunkel. Es war diesmal kein Keller, aber es fühlte sich trotzdem wie ein Gefängnis an. Es gab ein Bett, einen kleinen Tisch und ein Fenster mit Gittern auf der Außenseite. Sie wusste nicht, wo sie war. Die Männer, die sie geschnappt hatten, nachdem sie aus Adrians Haus geflohen war, waren leise und schnell gewesen. Sie trugen schwarze Masken. Sie saß auf der Bettkante und zog die Knie an sich. Sie versuchte, nicht zu weinen. Sie versuchte, mutig zu sein, so wie ihre große Schwester. Aber sie hatte solche Angst. Adrian war gebrochen. Elara war ein Geist. Und Lily war allein. Sie vermisste die Stimme ihrer Schwester. Nicht das geisterhafte Flüstern aus den Lautsprechern, sondern ihre echte Stimme. Diejenige, die ihr früher abends Geschichten vor

