Caitlin Paolo zieht ihn heraus und macht sich sauber. Er durchtrennt den Kabelbinder, der meine Hände ans Kopfende fesselt, aber die beiden anderen um meine Handgelenke und meine Füße lässt er intakt. Und genau wie letzte Nacht passt er auf, dass ich nicht mitbekomme, wo er die Schere verstaut. Wir machen es uns in derselben Position wie gestern Abend gemütlich, mit seinem Arm fest um meine Taille geklemmt – eine andere Form der Fesselung. Eine überaus angenehme Form. „Was, wenn ich beim Schlafen dein Gesicht sehen möchte?“, frage ich gespielt unschuldig. Er beißt aber nicht an den Köder an. Keine Antwort. Ich lausche im Dunkeln seiner Atmung. „Hast du eine Freundin?“ Er prustet leise. „Nein.“ „Eine Frau?“ „Nein.“ Jetzt klingt er genervt. Mir ist bereits aufgefallen, dass er keine

