Fünfzehntes Kapitel.Die erste Person, welche Durand sah, als er vor der Villa anhielt, war ein Briefträger. Der Mann war eben im Begriffe zu läuten. Da legte Gröden-Durand ihm die Hand auf den Arm und sagte: »Lassen Sie das. Ich gehöre ins Haus. Geben Sie her, was Sie für uns haben. Für Mühlheims und für Colmar.« »Für den Herrn Kommerzienrat ist nichts da, aber für Herrn Colmar habe ich einen Brief,« meinte der Mann und hielt Durand ein Schreiben hin. Er setzte offenbar nicht den geringsten Zweifel darein, daß er Herrn Colmar vor sich habe. Daß der Empfänger des Briefes in die Villa gehöre, ergab sich ja unzweifelhaft aus dem Umstande, daß er den Schlüssel zur Gartentür besaß und noch vor den Augen des Briefträgers das Haus betrat. Als Durand das Treppenhaus passierte, fiel es ihm auf,

