Kapitel 60 – Der Raubüberfall

3300 Words

Der Regen hatte seit der Nacht zuvor nicht aufgehört. Im Morgengrauen war er zu einem Leichentuch geworden. Der Konvoi bewegte sich wie eine geisterhafte Prozession hindurch – zwei schwarze SUVs schnitten die Bergstraße Richtung Lugano hinunter, die Reifen zischten über den nassen Asphalt. Im Führungsfahrzeug saß Matthias schweigend, sein Gesichtsausdruck zeugte von ruhiger Präzision. Jede Bewegung war bedacht. Jeder Atemzug gemessen. Emma saß neben ihm, der Sicherheitsgurt schnitt ihr eng um die Brust. Das Summen des Motors erfüllte den Raum zwischen ihnen, gleichmäßig und leise – das einzige Geräusch neben dem Regen, der gegen die Windschutzscheibe prasselte. Charlotte saß hinten, ihre Stimme abgehackt, als sie ihn über die Funkanlage unterrichtete. „Die Bodenkontrolle bestätigt Juli

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