Der Weinberg lag vernarbt da, in Regen und Nebel getaucht, jede Reihe ein Schatten des vergangenen Chaos. Die Schüsse waren verstummt, doch Julians Bedrohung blieb bestehen, greifbar und erdrückend. Matthias kauerte neben dem gefangenen Angreifer, die Finger umklammerten den Kragen des Mannes, die Augen kalt und berechnend. Jede Sekunde des Zögerns fühlte sich an wie ein Verrat an den Leben, die er zu beschützen geschworen hatte. „Er glaubt, Angst wird uns auseinandertreiben“, murmelte Matthias mit leiser Stimme und durchschnitt den Nebel. „Er irrt sich.“ Emma drängte sich näher, das Gewehr im Anschlag, die Sinne angespannt. Das Gesicht ihres Sohnes huschte durch ihren Kopf, zerbrechlich und klein, und nährte ihre Entschlossenheit, die wie Feuer brannte. „Er hat jede Grenze überschritten

