Vierzehntes Kapitel Ravil Eine Woche später schaue ich Lucy dabei zu, wie sie durch das Wasser des Pools gleitet, ihr Körper angestrahlt vom Mondlicht. Sie ist atemberaubend schön – eine saubere, präzise, starke Schwimmerin. Ich stelle mir vor, sie schwimmt so, wie sie auch alles andere im Leben macht. Mit Sorgfalt und wenig unnötigen Getue. Sie war um Mitternacht aufgewacht, um auf Toilette zu gehen, und hatte dann vor dem großen Fenster gestanden und auf den Mond und das Wasser geschaut. Als ich sie gefragt hatte, ob sie im Mondlicht schwimmen wolle, hatte sie ja gesagt. Sie hatte sich nicht einmal die Mühe gemacht, einen Badeanzug anzuziehen, was bedeutet, dass ich jetzt steinhart bin, während ich ihr zuschaue. Nach genau zehn Bahnen kommt sie an den Beckenrand geschwommen, wo ich si

