Die Sonne über Genf begann hinter den Bergen zu verschwinden, und der Himmel färbte sich in sanfte Töne von Rosa und Orange. Max Goodwin stand auf dem Balkon seines Büros, die Hände auf das Geländer gestützt, während der kalte Abendwind durch sein Haar strich. Die letzten Wochen waren ein Strudel aus Kämpfen, Enthüllungen und Herausforderungen gewesen, doch an diesem Abend spürte er etwas, das ihn überrascht hatte: Stille. Es war nicht die Abwesenheit von Geräuschen oder Bewegungen – der Verkehr in der Stadt summte weiterhin, und aus der Ferne war das Rufen von Stimmen zu hören. Es war eine innere Stille, ein Gefühl von Frieden, das sich langsam in ihm ausbreitete. Der Tag hatte ruhig begonnen, ein seltener Luxus in Max’ Leben. Die letzte Phase der Untersuchungen zu den Missständen im Phar

