Kapitel 15: Das Mädchen im Wald

1430 Words

Serayas müder Rücken fand Linderung unter der Baumrinde, und ein erleichterter Seufzer entfuhr ihren Lippen. Wie immer war ihr Tag mit Putzen und Erledigungen ausgefüllt gewesen, die locker drei Personen hätten bewältigen können. Zur Zielscheibe von Willkür zu werden, ist eine schmerzhafte Realität, die niemand erleben sollte. Wenn sie Mira vorher schon für grausam gehalten hatte, wusste sie nun, dass diese Frau ein Herz aus Stein hatte. Sie war heute Abend kurz davor, Mira mit ihrem Zorn zu überhäufen, als diese den Dreck auf die Stellen schüttete, die sie gründlich geputzt hatte. Und dann warf sie ihr auch noch vor, ihre Aufgabe nicht erledigt zu haben. Seraya konnte nicht wegschauen, denn sie wusste, dass sie sich damit nur noch mehr Ärger einhandeln würde. Ihr Magen knurrte hungrig un

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