Im Reich der Gefallenen

1543 Words

Ich ließ Stephanus den Vortritt, als wir durch den Spiegel in meine jetzige Heimat traten. Das vertraute, eiskalte Kribbeln ergriff von mir Besitz und mich fröstelte es unwillkürlich. Normalerweise hatte ich es als angenehm empfunden, doch nun war dieses Gefühl einfach nur noch abstoßend. "Larissa! Was mache ich nur hier!", schoss es mir durch den Kopf. Doch sie antwortete mir nicht, war nicht mehr bei mir. Das Brennen in meiner Brust wurde zu einem Orkan. Hoffentlich bemerkte es Stephanus nicht oder schob es auf meine Aufregung bald wieder im Himmel und ein wahrhaftiger Engel sein zu können. Doch ich stellte mit wachsendem Erstaunen fest, dass ich das gar nicht mehr wollte. Solange Larissa auf der Erde war, wollte ich nirgendwo anders sein. Auch nicht in meinem alten Zuhause. Selbst, wenn

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