Die Nacht war zu still. Zu ruhig. Die Art von Stille, die nicht beruhigt – sie erstickt. Elias spürte es, sobald er das Penthouse betrat. Die Luft fühlte sich nicht nur leer an – sie hallte wider. Ihre Anwesenheit war verschwunden, wie ausgehöhlt, als hätte jemand das Herz aus dem Raum gerissen. „Iris?“ Seine Stimme durchschnitt die Stille, scharf, mit etwas, das er nicht benennen wollte. Keine Antwort. Er sah zuerst im Schlafzimmer nach – nichts außer einem zu perfekt gemachten Bett. Kein achtlos über einen Stuhl geworfener Schal. Keine hastig weggeworfenen Schuhe. Keine Spur ihrer Wärme in den Laken. Ihm drehte sich der Magen um. Etwas Kaltes, Kriechendes kroch seinen Rücken hinauf und krallte sich in seine Brust. „Iris“, versuchte er es noch einmal, diesmal leiser. Als könnte die

