Die Gala hatte ihren Rhythmus gefunden, das Summen der Musik verschmolz nahtlos mit höflichem Geplauder und dem gelegentlichen Klirren von Kristallgläsern. Iris bewegte sich wie ein Geist durch die Menge, ihre Absätze klapperten leise auf dem polierten Marmorboden, jeder Schritt ein kalkuliertes Maß an Eleganz. Sie beherrschte die Kunst, aufzufallen, ohne zu viel zu verraten – gerade genug, um Neugier zu wecken, gerade genug, um zu faszinieren. Und dann war der Moment gekommen. Ruben Brandt, der mit jener mühelosen Haltung dastand, die jeden Winkel des Raumes zu beherrschen schien, streckte ihr eine behandschuhte Hand entgegen. „Darf ich um diesen Tanz bitten?“ Seine Stimme war leise, samtig, mit dieser gefährlichen Mischung aus Charme und Autorität, die ihren Puls immer wieder auf Hocht

