Der Ballsaal glitzerte wie eine juwelenbesetzte Falle. Goldenes Licht fiel aus Kristallleuchtern und flutete über Samtvorhänge und polierte Marmorböden. Gelächter und Champagnergläser klangen wie Glas auf Glas und überdeckten die Macht, die in der Luft schwebte. Männer in maßgeschneiderten Anzügen strichen umher wie Raubtiere in maßgeschneiderter Wolle; Frauen glitten in Gewändern dahin, die mehr wert waren als das Leben der meisten Menschen. Und mittendrin – Ruben Brandt stand wie ein König, der keine Krone brauchte. Er war nicht zu übersehen. Breite Schultern, in nachtblaue Seide gehüllt, ein Lächeln, das wie eine Klinge schnitt, während er in der Nähe der großen Treppe Hof hielt. Seine Präsenz erfüllte den Raum wie Rauch die Lunge – langsam, verzehrend, unausweichlich. Und Iris schr

