Im sicheren Haus war es still, fast unerträglich. Der Sturm draußen war zu einer fernen Erinnerung verblasst, nur das leise Tropfen des Wassers vom Dach und das Summen der Heizung begleiteten sie. Drinnen trug die Luft die Wärme sich erholender Körper, vermischt mit dem Duft von Desinfektionsmittel und schwachem Schweiß – Zeichen des Überlebens, von Leben, die nur noch von dünnen Fäden zusammengehalten werden. Iris kniete neben Elias auf der Matratze, ein feuchtes Tuch in den Händen. Sanft tupfte sie einen hartnäckigen Blutstreifen auf seiner Wange ab, ihre Finger zitterten gerade genug, um die Angst zu verraten, die sie zu unterdrücken versuchte. Seine Augen waren geschlossen, die Wimpern dunkel auf der blassen Haut, die Lippen leicht geöffnet, während er unregelmäßig atmete. Jedes Ausat

