Die Stadt atmete Neon und Regen, die Straßen waren glitschig von den Überresten eines Sturms, der sich nicht vergessen ließ. Iris’ Absätze klackerten leise auf dem nassen Asphalt, ein Geräusch, das schnell von den hohlen Seufzern der Stadt um sie herum verschluckt wurde. Jeder Schatten schien sich ihr zuzuwenden, und sie umarmte ihren Mantel fester und spürte die Last ihres Geheimnisses in der Magengrube. Evas Café lag versteckt in einer Gasse, die zu eng war, um sie zu bemerken, es sei denn, man wusste von ihrer Existenz. Ihr flackerndes Schild war ein gedämpftes Leuchtfeuer im trüben Licht. Iris zögerte am Eingang, blickte über die Schulter, suchte nach Beobachtern, nach Verfolgern, nach irgendeinem Anzeichen dafür, dass Rubens Einfluss bereits so weit vorgedrungen war. Sie sollte niema

