Kapitel 19 – Der Beinahe-Kuss

1294 Words

Der Regen kam ohne Vorwarnung – silberne Messer schnitten durch die Nacht und durchnässten die Straßen in einem kalten, unerbittlichen Rhythmus. Als Elias sie aus dem Hintereingang des Glaspalastes, den Ruben einen Privatclub nannte, zerrte, klebten Iris’ Haare wie Seidenbänder an ihrem Gesicht, und die Wimperntusche lief ihr in tintenschwarzen Flecken über die Wangen. Es war ihr egal. Nicht der Regen. Nicht das ruinierte Make-up. Nicht das Kleid, das nun wie eine zweite Haut an ihrem Körper klebte. Alles, was sie interessierte, war, dass sie noch atmen konnte. Sogar kaum. Ihr Puls hämmerte so laut, dass er den Sturm übertönte, und selbst durch den Adrenalinschub verfolgte das Echo von Rubens Augen – kalt, präzise, ​​kreisend – ihr Bewusstsein. *** Elias hielt nicht an, bis sie das A

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