Im sicheren Haus war es still, bis auf gelegentliche Regentropfen, die vom Dach tropften, ein leises Metronom für die Spannung, die in der Luft summte. Iris sank auf die Sofakante, ihre Schultern zitterten, ihre Hände umklammerten den Stoff wie Rettungsleinen. Die Last des Geheimnisses, das sie mit sich herumgetragen hatte – die Entscheidungen, die sie getroffen, die Lügen, die sie verschwiegen hatte – lastete wie ein Stein auf ihrer Brust. Elias stand ein paar Meter entfernt, die sturmblauen Augen von unausgesprochener Wut und Sorge überschattet. Er war ihr ohne Protest gefolgt, hatte sie das Tempo bestimmen lassen, hatte sie an diesem Moment ankommen lassen, an dem die Mauern, die sie errichtet hatte, endlich einstürzen würden. Doch jetzt konnte er die Risse sehen, das Zittern in ihren

