Kapitel 29 – Muttermal & Erinnerungen

1369 Words

Der Helikopter pulsierte wie ein Lebewesen – Metallsehnen zitterten unter den Fäusten des Sturms, Rotorblätter zerteilten den schwarzen Himmel in schroffen Klangsplitter. Drinnen war die Luft rauchig und kupferfarben, heiß und bitter auf der Zunge. Blut sammelte sich in dunklen Strömen auf dem Boden und zitterte bei jeder heftigen Neigung des Fluggeräts. Iris kniete über Elias, ihr Atem ging stoßweise, ihr Herz hämmerte so heftig, dass es ihre Rippen quetschte. Ihre Hände waren rot – sein Blut, warm und unerbittlich, befleckte sie wie eine Sünde. Mull presste sich auf die Wunde an seiner Seite, Verbände schnitten in seine Rippen, wo sie sie fest genug zusammenband, um den Tod aufzuhalten. „Bleib bei mir“, flüsterte sie, doch ihre Stimme verlor sich im Dröhnen der Rotorblätter. „Wage es j

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