Das Feuer fraß die Nacht. Von der Straße aus war die Villa nicht mehr als eine Silhouette, die in Glut zerfiel, Funken, die wie sterbende Sterne in den schwarzen Himmel kratzten. Die Luft stank nach Rauch und Blut, nach Ende. Sirenen heulten schwach in der Ferne – zu weit weg, zu spät. Und aus der Ruine bewegte sich etwas. Eine Gestalt kroch mit blut- und ascheverschmierten Händen aus den Trümmern. Sein Anzug – einst ein Meisterwerk aus Seide und Arroganz – hing in Fetzen, schwarz und purpurrot versengt. Sein Kiefer war am Knochen aufgespalten, seine Wange war violett angeschwollen, ein Auge fast zugeklebt. Jeder Atemzug kratzte wie Messer in seiner Kehle, seine Lungen füllten sich mit Rauch und Wut. Ruben lebte. Durch eine grausame Laune des Schicksals – oder vielleicht, weil Männer

