Vom Abgrund berührt-1c

926 Worte

Die Nachtluft war schwül, fast erdrückend von der Stille, die der Stimme aus dem Abgrund folgte. Mein Herz hämmerte so laut, dass ich glaubte, Isla könnte es in ihrer eigenen Brust hören. Ihre Hände hielten noch immer meine – fest, warm, echt – und zogen mich zurück von dem Abgrund, zu dem die Dunkelheit mich zu reißen drohte. „Ich bin hier“, sagte sie leise, ihr Atem streifte meine Haut. „Lass dich nicht verschlingen.“ Ich wollte ihr glauben, doch die Schatten in mir wanden sich wie kalte Ketten. Es war nicht nur eine Stimme – es war ein Versprechen. Etwas Uraltes, Hungriges und Geduldiges. Der Abgrund wartete, beobachtete. Er nannte mich *Sohn* – als wäre ich geboren, um ihm zu dienen. „Kael?“, durchbrach Islas Stimme meinen Sturm. „Sieh mich an.“ Ich hob den Blick und sah ihr in die

Kostenloses Lesen für neue Anwender
Scannen, um App herunterzuladen
Facebookexpand_more
  • author-avatar
    Schriftsteller
  • chap_listInhaltsverzeichnis
  • likeHINZUFÜGEN