Schweigen breitete sich zwischen ihnen aus. Selene starrte Adrian an, ihre Gedanken drehten sich um seine Worte. Sie wollte etwas sagen, Antworten verlangen, aber es kam nichts heraus. Adrian beobachtete sie aufmerksam, sein Gesichtsausdruck undurchschaubar. Dann, als käme er zu dem Schluss, dass sie die Wahrheit verdiente, lehnte er sich im Stuhl zurück und atmete aus. „Es gab Spione auf dem Anwesen.“ Seine Stimme war ruhig, doch die Schwere seiner Worte ließ ihre Brust sich zusammenziehen. Selenes Stirn runzelte sich. „Das habe ich mir gedacht.“ „Sie wurden gefasst.“ Adrians Stimme wurde düsterer, sein Kiefer verkrampfte sich leicht. „Und als sie gefoltert wurden, haben sie gestanden.“ Selenes Finger ballten sich zu Fäusten. „Wer hat sie geschickt?“ Adrians Blick blieb unverwandt.

