Avas Perspektive Der Fluss war gnadenlos. Kaltes Wasser verschlang mich vollständig, raubte mir die Luft aus den Lungen, als Helena und ich unter die Oberfläche stürzten. Die Strömung zerrte an meinen Röcken wie gierige Hände, zog mich nach unten, wirbelte mich herum, bis ich nicht mehr wusste, wo oben oder unten war. Ich strampelte. Schlug um mich. Panik krallte sich an meine Kehle. Ava, stirb nicht so. Starke Arme schlangen sich um meine Taille und zwangen mich nach oben. Ich durchbrach die Oberfläche mit einem scharfen Keuchen und hustete heftig, als Wasser Mund und Nase füllte. „Halt dich fest!“ schrie Helena über das Tosen des Flusses. „Kämpf nicht dagegen an — lass dich treiben!“ Ich tat, was sie sagte, mein Körper steif vor Schmerz. Die Striemen auf meinem Rücken brannten, al

