Der rote Nebel kroch mir wieder vor die Augen, wie der Rauch eines Feuers, der seinen Weg durch die Ritzen eines Zeltes findet: zuerst brannte er nur leicht, zog kleine Schatten an die Ränder, dann wurde er dichter – und ehe ich es begriff, sah ich nichts mehr außer meinem eigenen Zorn. Vor mir stand das Mädchen, die Decke halb von der Schulter gerutscht, das Haar verklumpt von Tränen und der Schweiß der Nacht glänzte darauf. Mit jedem Atemzug spürte ich stärker, wie das Flüstern, das Cassian mir draußen ins Ohr gelegt hatte, in mir zu einer Wahrheit werden wollte. „Die Streuner hat sie uns auf den Hals gehetzt.“ Der Satz dröhnte in meinem Kopf wie ein Kriegshorn. Ich maß nicht, wie viel Kraft ich in die Bewegung legte. Meine Hand, die schon so oft eine Schneide gehalten hatte, schloss s
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