Lunas Perspektive Für einen Moment herrschte völlige Stille im Raum. Das einzige Geräusch war das leise Klirren von Michaels Löffel gegen seinen Teller. Ihm beim Essen zuzusehen – so unschuldig, so ahnungslos angesichts des schweren Schicksals, das auf seinen kleinen Schultern lastete – erfüllte mich mit einer Mischung aus Zuneigung und Traurigkeit. Er hatte keine Ahnung, was ihn in Zukunft erwartete: die Erwartungen, die Gefahren oder die Feinde, die im Schatten lauerten und nur auf den richtigen Moment warteten, um zuzuschlagen. Ich wandte mich wieder Mariah zu, Neugier stand mir deutlich ins Gesicht geschrieben. „Wie hast du all das erfahren?“, fragte ich leise. „Ich meine, ich lebe schon eine ganze Weile im Palast und habe seine Geschichte noch nie von jemandem gehört.“ Mariah seu

