Kapitel 15 – Das Blut des Mondes

1030 Worte

Die Schale bebte in Luciens Händen, als ob das Blut selbst lebendig wäre. Ein rotglühender Dampf stieg daraus auf, hüllte die Kammer in einen metallischen Geruch, der Elena fast den Atem raubte. „Trink,“ befahl er, seine Stimme tief und drohend. „Oder er wird vor deinen Augen fallen. Dein Adrian, dein tragischer Held – verschlungen vom Tier in ihm.“ Elena stand zwischen zwei Abgründen. Ihre Finger zitterten, ihr Herz raste wie eine gehetzte Hirschkuh, und doch spürte sie, dass der Moment unumkehrbar war. Ihre Augen wanderten zu Adrian. Er stand, schwer atmend, zwischen Mensch und Bestie gefangen. Die Adern an seinem Hals pochten, seine Klauen bohrten sich tief in den Steinboden. Ein Kampf tobte in ihm – gegen die Runen, gegen die Macht des Rudels, gegen die Flut der Bestie, die ihn zu z

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