Das Schweigen des Morgens Der Morgen roch nach Regen, obwohl kein Tropfen fiel. Ein dichter, grauer Nebel kroch zwischen die Häuser, schmiegte sich an die Holzpfosten und ließ die vertrauten Wege des Dorfes fremd erscheinen. Das Licht des Sonnenaufgangs drang kaum durch, und die Welt wirkte, als hielte sie den Atem an. Adrian stand draußen vor der Tür, den Blick auf die Palisade gerichtet, wo der Nebel an den Spitzen klebte wie Rauch. Seine Schultern waren schwer vom Schlafmangel, und der Geschmack der letzten Nacht lag ihm noch auf der Zunge – bitter, wie kalte Asche. In seinen Gedanken hallte jedes Wort des Fremden nach. Das Gleichgewicht zerbricht. Der Schatten ruft nach ihr. Hinter ihm öffnete sich die Tür. Elena trat hinaus, in einen grauen Mantel gehüllt, das Kind auf dem Arm.

