Kapitel 97 - Die Stimme der Berge

1151 Worte

Der Abend legte sich über das Tal wie ein grauer Schleier. Die Sonne sank hinter die Gipfel, und mit ihr verschwand die Wärme des Tages. Ein Wind zog auf, kühl und schneidend, trug den Geruch von Harz und nassem Stein über das Dorf. In den letzten Strahlen des Lichts wirkte alles still – zu still. Selbst die Vögel schwiegen. Elena saß am Fenster, ihre Tochter im Arm. Die Kleine schlief, aber unruhig – sie zuckte, murmelte Worte, die wie Fragmente einer Sprache klangen, die Elena nicht kannte. Manchmal glomm ein schwaches Licht zwischen ihren Fingern auf, so fein wie das Glühen eines Glühwurms. Adrian trat leise hinter sie. „Schon wieder?“ fragte er. Elena nickte. „Es wird stärker,“ flüsterte sie. „Ich spüre es. Es ist, als ob etwas in ihr nach außen drängt – oder als würde sie ge

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