Kapitel 66 - Morgengrauen über dem Blut

993 Worte

Die ersten Strahlen der Morgensonne fielen sanft über das Dorf, doch ihr warmes Licht konnte den Geruch von Rauch und Blut nicht vertreiben. Überall lagen Spuren der Nacht – verbrannte Schindeln, zertrümmerte Werkzeuge, Asche auf den Feldern. Die Dorfbewohner bewegten sich müde und vorsichtig zwischen den Trümmern, manche stützten sich auf einander, andere trugen Verletzte, die Schreie der Schmerzen und das Keuchen der Erschöpfung mischten sich mit dem leisen Knurren der Wölfe. Adrian trat aus seiner Hütte, die Muskeln angespannt, die Augen scharf, wie immer wachsam. Sein Blick glitt über die Zerstörung, und jedes Detail brannte sich in sein Gedächtnis: das zerstörte Tor, die Fackeln, die in den Schmutz gefallen waren, das zerrissene Fell eines jungen Wolfes, der neben einem Dorfbewohner

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