Blut auf weißen Laken

866 Worte

Der Regen ist längst verklungen. Der Morgen dämmert blass, tastet sich vorsichtig durch die bodentiefen Fenster. Lupo liegt noch immer neben ihr – die Arme um ihre Taille geschlungen, sein Atem tief. Isabella ist wach. Schon lange. Ihr Blick schweift über die Decke, über die Schatten, die der Tag noch nicht vertreiben kann. Etwas ist falsch. Nicht im Raum – sondern in der Luft. Ein leises Geräusch. Ein Klick in der Ferne, zu leise für einen Laien. Aber nicht für sie. Sie schießt hoch, nackt, greift instinktiv zum Dolch unter dem Kopfkissen. „Runter!“ zischt sie – zu spät. Das Fenster explodiert. Glas splittert wie gefrorenes Licht. Eine Kugel durchschlägt das Kissen, wo Lupos Kopf eben noch lag. Er reißt sich zur Seite, zieht Isabella mit sich zu Boden. Ein zweiter Schuss zerfetz

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