Fenrir rieb sich die Schulter. „Ich sehe meine Schwester. Immer nur einen Moment. Dann verschwindet sie. Aber sie lächelt.“ Lira legte den Kopf an seine Schulter. „Ich sehe niemanden. Aber ich fühle… Wärme. Als würde jemand die Hand auf meine legen.“ Viktor atmete tief ein. „Dann sprechen wir mit ihnen.“ „Wie?“, fragte Kjara. „Wir gehen in die Schlucht. Nicht um zu kämpfen. Um zuzuhören.“ Niemand widersprach. Sie brachen am späten Nachmittag auf. Die Sonne stand tief, färbte alles golden. Der Abstieg war jetzt leichter. Die Risse im Eis waren zugewachsen. Moos bedeckte sie. Blaue Blumen nickten im Wind. Der Weg roch nach Thymian und nach warmem Stein. Unten war die Schlucht still. Kein dunkles Sickerwasser mehr. Nur klares Licht, das von den Wänden reflektiert wurde. In der Mitte

