KAPITEL SECHSUNDFÜNFZIG Dimitri Mikhail lief wie ein eingesperrtes Tier im Büro auf und ab, seine Schritte hallten schwer auf dem Marmorboden wider. Ich saß im Ledersessel, starrte ins Leere und fühlte mich wie ein Geist. Mein Leben war ein einziges Chaos. Noch vor wenigen Wochen war ich es gewesen, der nach Antworten suchte, verzweifelt versuchte, herauszufinden, wer ich war. Und jetzt, wo ich es wusste, wünschte ich, ich hätte es nie erfahren. Ich wünschte, ich wäre einfach auf dem Bauernhof bei Maria und Luna geblieben und hätte dieses einfache, friedliche Leben geführt. Als Mafia-Boss überall Feinde zu haben und für so viele Leben verantwortlich zu sein, war einfach zu viel. „Was, wenn Alexei Carlo entführt hat?“, fragte Michail plötzlich und riss mich aus meinen Gedanken. Ic

