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1727 Worte

Die Stille im Krankenzimmer von Heraklions Privatbüro war so dickflüssig, dass man sie hätte schneiden können. Sarah lag wimmernd am Boden, während Heraklion hinter seinem massiven Schreibtisch aus dunklem Ebenholz saß. Er wirkte nicht wie ein Ehemann, sondern wie ein unerbittlicher Richter der Unterwelt. Sarahs Tränen hinterließen glänzende Spuren auf dem Marmorboden, doch für Heraklion waren sie nichts weiter als wertloses Wasser. „Bitte, Herr... vergib mir!“, schluchzte sie und wagte es nicht, den Blick zu heben. „Sie hat mich provoziert! Sie hat den Kampf begonnen! Ich wollte ihr Gesicht nicht verletzen, ich schwöre es bei allem, was mir heilig ist!“ Heraklion rührte sich nicht. Seine Augen waren zwei dunkle Abgründe, in denen jede Spur von Menschlichkeit erloschen war. Plötzlich sta

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