Die Dunkelheit der Nacht war fast vollständig gewichen, als Heraklion in das Zimmer schlich, das Alice bewohnte. Er bewegte sich lautlos, wie ein Geist, der von Reue geplagt wird. Er trat an ihr Bett und blieb stehen, um ihr engelsgleiches Gesicht im fahlen Licht der Morgendämmerung zu betrachten. Wie friedlich sie aussah, während sie schlief, als gäbe es keinen Hass und keine Gewalt auf dieser Welt. Ein stechender Schmerz der Reue durchfuhr ihn, als sein Blick auf den Verband an ihrer Wange fiel. Er beugte sich tief über sie und berührte ganz vorsichtig den Rand des Verbandes. „Es tut mir leid, meine Liebe“, flüsterte er so leise, dass es kaum mehr als ein Hauch war. „Ich wollte dich nicht verletzen. Morgen... morgen werde ich diese Schlampen fortschicken. Dann gibt es nur noch uns beide

